Persönliches

Mit Tochter

Nach der Matur weilte ich für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel und bereiste Pälastina und Ägypten. Danach nahm ich das Studium in Geschichte auf. Ich wollte wissen, wie sich unsere heutige Welt und Gesellschaft entwickelt hat und wie sich Gesellschaften verändern (können). Besonders interessierte mich, wie die Menschen den Lauf der Dinge beeinflussen und wie politische Systeme und soziale Bedingungen zusammenhängen. In meiner Studienzeit bildeten sich zudem die Genderstudies und die Genderforschung heraus, was meinem Wissensdurst nach Ursachen der Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen sehr entgegenkam.

Gleichzeitig war ich fasziniert von Sprachen, insbesondere von Englisch, das ich ebenfalls studierte. Ich verbrachte immer wieder längere Abschnitte in England, u.a. unterrichtete ich ein Jahr an einer Gesamtschule in London. Später unterrichtete ich an verschiedenen Schulen Englisch und lernte so den Lehrberuf aus der Nähe kennen.

Meine Studienzeit an der Universität verband ich eng mit politischem Engagement. Ich war Mitorganisatorin des historischen Frauenstreiks von 1991 in Bern und organisierte mehrere Aktionstage für Frauenförderung und Gleichstellung an der Universität mit. Eine gute Bildung war mir schon immer ein Anliegen und darum arbeitete ich im Vorstand der Studierendenorganisation SUB und im nationalen Dachverband der Studierenden VSS mit.

Nach der Universität fand ich meine Wunschstelle beim VPOD in der Sektion Lehrberufe in Zürich und lebte von 1994 – 1998 in Zürich. 1996 baute ich als Zentralsekretärin die erste unia mit auf  und organisierte Angestellte im Gastgewerbe und im Verkauf. Die erste unia ebnete den Weg für die Fusion der grossen Gewerkschaften SMUV und GBI zur grössten Gewerkschaft der Schweiz. Nach vier Jahren wechselte ich zum VPOD (Region Bern), wo ich während neuen Jahren zuerst das Bundespersonal und danach die Kindergärtnerinnen, Lehrkräfte, BetreuerInnen in der Tagesschule und weitere Bildungsberufe organisierte. Zudem koordinierte ich bis 2009 die Aktivitäten der Frauen aus den Gewerkschaften, Frauenorganisationen und Parteien, z.B. jedes Jahr am 8. März oder 14. Juni auf dem Platz Bern. Seit 2009 arbeite ich bei der Gewerkschaft Unia im Zentralsekretariat als Leiterin der Abteilung Vertrags- und Interessengruppenpolitik und als Verantwortliche für die gewerkschaftliche Gleichstellungspolitik. Am 13. März 2010 war  ich in dieser neuen Funktion hauptverantwortlich für eine der grössten Frauendemos der Schweiz.

Meine Erfahrung im Parlament geht auf das Jahr 1999 zurück, als ich in den Grossen Rat kam. Im März 2010 wurde ich mit dem drittbesten Resultat in der Stadt Bern wieder gewählt.